
Kronen Zeitung
VERRÜCKTES FINALE
Elfer-Blackout: „Hat sein ganzes Land enttäuscht“
Das Afrika Cup-Endspiel war wohl das irrste Endspiel der Fußball-Geschichte. Marokkos Brahim Diaz vergab kläglich einen Elfmeter. „Er hat sein ganzes Land enttäuscht“, sagte TV-Experte Michél Dinzey.
So viel Chaos und Dramatik wie gestern Abend in Rabat gab es wohl noch nie in einem großen Finale.
Die unfassbaren Szenen begannen in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte, als Senegals Seck Hakimi im Strafraum leicht schubste, dann den Ball an die Stange köpfelte. Den Abpraller drückte Niakhate über die Linie. Doch der Treffer zählte nicht, da Schiedsrichter Ndala Ngambo schon zuvor auf ein Foul von Seck entschieden hatte. Es war ein diskussionswürdiger Pfiff. Auf der Gegenseite hielt dann Diouf Marokko-Star Brahim Diaz nach einem Corner am Hals, der Spieler von Real Madrid ließ sich nach hinten fallen. Marokko forderte Elfmeter. Nach dem Videostudium zeigte Ngambo auf den Punkt. Die zweite harte Entscheidung in so kurzer Zeit war für Senegal-Teamchef Pape Thiaw zu viel. Er flippte aus, stritt mit Marokkos Trainer Walid Regragui.
Diaz lupfte den Ball vom Punkt in die Arme von Mendy
Unter den Spielern gab es Rudelbildungen. Dann schickte Thiaw sein Team plötzlich in die Kabine. Ein Spielabbruch lag in der Luft. Doch der Ex-Salzburger Sadio Mane holte seine Mitspieler wieder aus der Kabine. Nach 15 Minuten Chaos trat Brahim Diaz zum Elfmeter an, wurde vor dem Schuss noch von Torhüter Mendy gestört. Mit einem völlig verunglückten Panenka-Schupfer krönte Diaz dann die absurdesten Szenen der jüngeren Fußball-Geschichte.
„Hat sein ganzes Land enttäuscht“
Bei „Sportdigital”, wo das Finale zu sehen war, sagte TV-Experte Michél Dinzey (der Deutsch-Kongolese spielte in den Nullerjahren unter anderem für St. Pauli und Braunschweig) über den fürchterlichen Aussetzer von Diaz: „Er hat sein ganzes Land enttäuscht. Dem Jungen geht es die nächsten Wochen erstmal so richtig schlecht.“
Dinzey holte dann noch etwas weiter aus: „Keine Ahnung, was ihm da durch den Kopf gegangen ist. So schießt du keinen Elfmeter. Der Junge tut mir leid, das ganze Land tut mir leid.”
In der Verlängerung blieb es verrückt. Senegals Pape Gueye knallte aus vollem Lauf den Ball in den rechten Winkel knallte – 1:0 (94.)! Marokkos Aguerd köpfelte an die Latte. Aus dem Hintergrund kam El Aynaoui dreimal zum Abschluss, dreimal wurde der Ball geblockt (108.). Dann hielt Bono stark gegen Ndiaye und verhinderte beim Nachschuss mit Glück das 0:2.
Am Ende jubelte Senegal. Marokkos Spieler versanken im strömenden Regen im Tal der Tränen.
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